Am Standort Höchststadt von Baxter Deutschland werden pharmazeutische Produkte kommissioniert und für den Versand verpackt. Mit einem neuen Verpackungssystem geht das Verpacken jetzt erheblich sicherer und leichter von der Hand.
Für die Einführung der neuen Verpackungen gab es einen konkreten Anlass, erzählt Torsten Czapka, Leitung Logistik und Sicherheitsfachkraft: "Der Anlass war, dass sich vermehrt Mitarbeiter an mich gewandt haben, wegen Schnittverletzungen. Daraufhin habe ich angeordnet, alle Schnittverletzungen, auch die kleinsten, in das Verbandbuch einzutragen."
Vor allem die scharfen Kanten der Verpackungskartons waren häufige Ursache für diese Verletzungen. Daraufhin wurden die Azubis vor Ort beauftragt, eine ungefährlichere Verpackungslösung zu finden. Zunächst einmal beschäftigten sich die Auszubildenden mit den verschiedenen Kartongrößen. Sie regten an statt ursprünglich 18 nur noch drei einheitliche Kartongrößen zu verwenden, was auch umgesetzt wurde. Außerdem wurden neue Kartons mit einem Automatik-Boden ausgewählt. Man muss lediglich nur noch einmal kurz auf den Boden drücken, um die volle Stabilität des Kartons zu haben. Der Boden ist bereits verklebt.
Durch den neuen Wellenschliff des Kartons ist gegenüber den alten gestanzten Kanten das Verletzungsrisiko fast ausgeschlossen.
In der Praxis
Das System, das die Auszubildenden entwickelt haben, hat sich im Unternehmen bewährt. Durch die Reduzierung auf drei Verpackungsgrößen wurde die Stapeltechnik verbessert. Die Zahl der Schnittverletzungen ging signifikant zurück.