
Sichere Gummispanngurte bei Rewe
Kleiner Gurt, große Wirkung: Spanngurte an Rollcontainern, die zurückschnellen und verletzen? Bei Rewe hat das ein Ende! Für die Idee gab's den BGHW-Präventionspreis.
BGHW – Die Goldene Hand 2025
Rewe, Henstedt-Ulzburg
„Gespannt und trotzdem sicher“
Zu Beginn wird der Pokal des BGHW-Präventionspreises „Die Goldene Hand“ gezeigt. Daneben erscheint die Überschrift: „Gespannt und trotzdem sicher: Neue Spanngurte für Rollcontainer.“
Während das Zentralgebäude der REWE GmbH in Henstedt-Ulzburg aus der Vogelperspektive gezeigt wird, sagt eine Sprecherstimme: „Der Zentralsitz der REWE Region Nord in Henstedt-Ulzburg. Ein moderner Standort, der täglich eine Million Kunden versorgt. Und ein Lager mit einer teilautomatisierten Kommissionierung. Hier hat eine auf den ersten Blick kleine Veränderung ein großes Problem gelöst. Neue Spanngurte für Rollcontainer.“ Verschiedene Eindrücke aus dem Lager des Unternehmens bebildern den Text: Mitarbeiter verladen Waren in einen LKW, ein automatisierter Greifer holt Waren aus einem Regal, ein Roboterarm schiebt die Waren ebenfalls automatisch auf einen Rollcontainer.
Patrick Gloser, die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit in der REWE Group erklärt: „Durch die Umstellung auf die Automatik haben wir Gummi Spanngurte benötigt und dadurch ist das Problem erst entstanden.“
Hiernach fahren die erwähnten Rollcontainer auf Rollförderbändern durch das Bild in die automatische Befüll-Anlage. Hier wird einer der Rollcontainer auseinandergespreizt, die Gummigurte dehnen sich. Patrick Gloser prüft im Büro die Dehnbarkeit der Gurte. Gloser spricht erneut und erläutert: „Es waren diverse Verletzungen, wir hatten leichte Verletzungen wie Hämatome, ähm, wir hatten aber auch Platzwunden. Ein Mitarbeitender hatte sogar einen Zahn verloren.“
In einem REWE-Markt schiebt eine Mitarbeiterin Waren auf einem Rollcontainer an ein Regal. Es ist die Auszubildende im dualen Studium Mara Luisa Runge. Sie sagt: „Auf diesen Gurten war eben eine sehr große Spannung, sodass sie uns gegebenenfalls, wenn wir sie öffnen wollten, eben entgegengeschnallt sind.“ Während sie spricht zeigt das Bild in Zeitlupe, wie der Spanngurt, den sie gerade öffnen will, sich löst und ihr entgegenspringt.
Nun kommt der Kraftfahrer Udo Behncke zu Wort. Er berichtet: „Mit den alten Gurten war manchmal so ein kleines Lotteriespiel, wenn ein Gurt nicht richtig befestigt war, dann springt er halt weg. Und da hat man die Schnalle halt mal in die Rippen bekommen.“ Gleichzeitig wird er beim Entladen seines LKW gezeigt: Er fährt Waren auf einem Rollcontainer aus dem Laderaum, bei der Fahrt löst sich der Spanngurt und knallt gegen die Innenwand des LKW-Anhängers.
Patrick Gloser recherchiert in seinem Büro am Computer neue Lösungen für die Spanngurte. Der Sprecher sagt währenddessen: „Ein neues Gurtsystem muss her.“ Und Patrick Gloser verdeutlicht: „Ich habe da recherchiert, habe diverse Hersteller angefragt, habe aber keine bestehende Lösung gefunden. Und dann ging es in die Entwicklung der Eigenlösung.“
Im Anschluss äußert sich auch Lukas Foks, der Abteilungsleiter der Produktion im Unternehmen: „Wir als Logistiker waren dahingehend in den Prozess involviert, als dass wir einfach geguckt haben, welche Möglichkeiten sehen wir in der Logistik? Sind dann einfach in den Austausch gegangen, haben zusammen getestet.“ Noch einmal wird dabei Patrick Gloser gezeigt, wie er im Büro verschiedene Spanngurte prüft.
Danach ergänzt Gloser: „Die Anforderungen an die Sicherheit war zum einen, dass wir weniger Kraft haben im Falle eines Zurückschlagens. Dann musste der Gefahrenradius reduziert werden, damit es bei einem Rückschlag nicht bis ins Gesicht zurückreicht. Die Haken mussten flacher sein, damit sie sich nicht in den Gittern verhaken können. Ist der Verschluss zu breit, beschädigt er die Ware.“ Gleichzeitig zeigen Bilder noch einmal, wie der Spanngurt im LKW-Laderaum zurückschlägt, eine andere Szene zeigt, wie sich die Spanngurte im Boden eines Rollcontainers verhaken. Weiterhin erscheint ein Paket mit Waren, dass auf einen Rollcontainer geschoben und durch breitere Verschlusshaken an den Spanngurten beschädigt wird.
Schließlich befestigt Patrick Gloser die neue Gurtlösung an einem Rollcontainer und schließt diese. Der Sprecher erklärt: „Die Lösung: Zwei kurze Gurte, gegenüberliegend an den Seitengittern befestigt und in der Mitte mit flachen Haken verbunden. Einfach und doch effektiv.“
Kraftfahrer Udo Behncke bestätigt: „Die können eigentlich nicht mehr auseinanderreißen.“ Auch die Auszubildende Mara Luisa Runge lobt: „Auf diesen beiden Gurten ist eben nicht mehr so eine große Spannung. Sie sind leichter für uns zu öffnen und wir brauchen auch einfach nicht mehr die Angst vor einer Verletzung haben.“ Während sie spricht, wird gezeigt, wie sie die neuen Spanngurte im REWE-Markt öffnet und Waren in die Regale einräumt. Patrick Gloser verdeutlicht: „Selbst bei einem Zurückschlagen reichen sie nicht mehr bis zum Körper. Wir versuchen nicht nur die Gefährdung zu reduzieren, sondern sie ganz auszuschließen.“ Eine Detailaufnahme zeigt gleichzeitig einen kurzen Spanngurt, der von einem Rollcontainer hängt.
Nun kommt auch Logistikleiter Gerd Wilhelm Brüning zu Wort und sagt: „Zur Innovation gehört immer Denken, immer auch über den Tellerrand gucken. Und ich freue mich sehr, dass wir hier in der Region eine wirklich super pragmatische, einfache Lösung gefunden haben, um zukünftige Unfälle zu vermeiden.“
Es folgt noch einmal ein Eindruck aus dem Lager des Unternehmens. Kraftfahrer Behncke schiebt einen Rollcontainer, der mit den neuen Spanngurten gesichert ist, aus seinem LKW-Laderaum.
Abschließend erscheint erneut der Pokal des BGHW-Präventionspreises „Die goldene Hand“ und daneben die Schrifteinblendung: „Die Goldene Hand 2025, Präventionspreis der BGHW, REWE Region Nord, Alternative an Rollcontainern genutzte Gummispanngurte zur Unfallprävention.2
Ein häufiges Unfallrisiko in der Logistik beseitigt: Verletzungen durch zurückschnellende Gummispanngurte an Rollcontainern. Nach mehreren Unfällen initiierte Rewe die Entwicklung einer sicheren Alternative. Da es keine passende Lösung auf dem Markt gab, entwarf das Unternehmen einen neuartigen, zweigeteilten Gummispanngurt mit flachen Haken. Diese Innovation verhindert gefährliches Überspannen, Verhaken am Boden und Rückschläge ins Gesicht. Eine spürbare Erleichterung und mehr Sicherheit im Arbeitsalltag.

Kleiner Gurt, große Wirkung: Spanngurte an Rollcontainern, die zurückschnellen und verletzen? Bei Rewe hat das ein Ende! Für die Idee gab's den BGHW-Präventionspreis.